Wunderblutkirche
wie Bad Wilsnack zum Pilgerort wurdeGebiet: Deutschland
Brandenburg
Bad Wilsnack Kategorie: Gebäude » religiöse Orte » Kirche
Die Wunderblutkirche hat ihren etwas sonderbaren Namen von einer seltsamen Begebenheit im Mittelalter: Als die Einwohner Bad Wilsnacks ein Fest außerhalb der Stadt feierten, zündete der Ritter Heinrich von Bülow den Ort an. In den Trümmern der Kirche wurden bei den Aufräumarbeiten 3 unversehrte Hostien mit frischen Blutstropfen darauf gefunden. Schon war die Legende vom Heiligen Blut geboren. Es ereigneten sich noch weitere Wunder und Bad Wilsnack wurde zum Pilgerort.
Die Kirche wurde mit den Einnahmen, die die Pilger in den Ort trugen, neu errichtet und immer weiter vergrößert, um die Massen an Pilgern fassen zu können. Bad Wilsnack bestand damals hauptsächlich aus Herbergen und Gasthöfen.
Nach der Reformation aber verlor die Wunderblutkirche und somit auch Bad Wilsnack seine Bedeutung. Die Reste der Hostien wurden durch den ersten protestantischen Priester verbrannt. Seitdem herrscht in Bad Wilsnack wieder "Dornröschenschlaf". Die legendäre und beeindruckende Kirche steht aber noch.
Wunderblutkirche von Oben
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