Felsendom Jerusalem
FelsendomDer Felsendom (im Sinne von Felsenkuppel قبة الصخرة qubbat as-sachra, DMG qubbatu ʾṣ-ṣaḫra) ist das wohl bekannteste Wahrzeichen Jerusalems, sowie eines der Hauptheiligtümer des Islam und stellt als ältester islamischer Sakralbau ein Meisterwerk der islamischen Baukunst des frühen Umayyadenstils dar, in dem die Übernahme des frühchristlich-byzantinischen Zentralbautyps zum Ausdruck kommt.[1] Er befindet sich auf dem Tempelberg, al-haram asch-scharif / الحرم الشريف / al-Ḥaram aš-šarīf /„das edle Heiligtum“ im südöstlichen Teil der Altstadt von Jerusalem. Blick vom Ölberg Der Felsendom 1981 Ansicht des Felsendoms, davor: der Kettendom Der Kuppelbau wurde über dem Felsen (Sachra) errichtet, auf welchem Abraham der Legende nach seinen Sohn Isaak zu opfern bereit war und wo die Himmelfahrt Mohammeds stattgefunden haben soll. Er ist ursprünglich – und auch heute – nicht als Moschee, sondern als ein Schrein beziehungsweise eine Kuppel (قبّة qubba, „Kuppel“) verstanden worden. Den Grundriss bildet ein Achteck, das in einen Kreis mit knapp 55 Meter Durchmesser eingepasst ist. Der Durchmesser des Innenkreises beträgt 20,37 Meter. Die Kuppel wies früher ein schwarzes Bleidach auf; erst 1963 wurde sie mit vergoldeten Aluminiumplatten versehen, die 1993 restauriert wurden. Ganz in der Nähe des Felsendoms – ebenfalls auf dem Tempelberg – befindet sich die al-Aqsa-Moschee, die ebenfalls unter den Umayyaden errichtet wurde. Die irrtümlich verwendete Bezeichnung „Umar-Moschee“ geht auf Überlieferungen zurück, deren Authentizität fraglich ist. Danach soll der zweite Kalif Umar ibn al-Chattab nach der muslimischen Eroberung Jerusalems am Palmsonntag, dem 2. April 635 auf dem Tempelberg (oder am Mihrab Davids, heute als der Turm Davids am Jaffa-Tor bekannt) gebetet haben. [2]
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